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Storyboard erstellen | zeichnen

Warum sollte man ein Storyboard erstellen bzw. zeichnen?

Storyboards gehören zu einer Filmproduktion, wie das Drehbuch, der Regisseur oder der Sound Designer - zumindest ist dies bei groß angelegten Kino- und TV-Produktionen der Fall.

Doch wie sieht es bei kleineren Filmprojekten aus? Zum Beispiel bei einem Imagefilm, einem Erklärvideo oder bei einem Dokumentarfilm?

Warum sollte man generell Storyboards erstellen?

Der größte Vorteil im Storyboarding liegt darin, den Film schon zu visualisieren, bevor er überhaupt produziert wird. Storyboards geben dem Filmproduzenten und all seinen Mitarbeitern damit in erster Linie die Möglichkeit, die Gesamtheit des Films und das große Ziel zu sehen, wofür schließlich alle Beteiligten hinarbeiten. Darüber hinaus kann die Idee des Films effektiver an potenzielle Auftraggeber, Investoren, oder Co-Produzenten vermittelt bzw. verkauft werden. Zu guter Letzt ist ein Storyboard auch in der Lage, künstlerische oder dramaturgische Fehler frühzeitig erkennen zu lassen, um diese noch vor Produktionsbeginn auszubessern.

Technisch gesehen gibt es für ein Storyboard keine Vorgaben. Man kann beispielsweise mehrere Szenen zu einem Bild zusammenfassen, oder auch jede Kamera-Einstellung einzeln zeichnen. Der Detailgrad eines Storyboards und dessen Bilder sind nicht entscheidend, solange die Inhalte genau vermittelt werden können. Dementsprechend braucht man auch kein Künstler oder Designer zu sein, um ein verständliches Storyboard anzufertigen. Es ist auch egal mit welchen Mitteln das Storyboard entworfen wird, ob mit Kohle, Bleistift oder Digitizer. Die Hauptsache ist, dass die Ideen der einzelnen Szenen und des gesamten Films in ihrem Kern verstanden werden!

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Wann empfiehlt sich ein Storyboard zu zeichnen?

Das ist keine leicht zu beantwortende Frage, da hierbei viele Faktoren eine Rolle spielen. Grundsätzlich gilt, je aufwendiger der Film, desto mehr Sinn macht es, ein Storyboard zu zeichnen. Ein hoher Aufwand bedeutet meistens auch, dass mit viel Personal und mit viel Budget gearbeitet werden muss. Insbesondere teure Werbefilme für Kino und TV, aber auch aufwendige Imagefilme sind hierbei gemeint. Diese Produktionen profitieren immer von einem Storyboard. Denn so kann einem großen Team gegenüber die Filmidee effektiv kommuniziert werden und der Auftraggeber weiß genau, wofür er eigentlich das ganze Geld am Ende ausgibt.

Auch ein spektakuläres und extrem künstlerisches Konzept könnte Anlass für ein Storyboard sein. Bei Musikvideos beispielsweise, stehen dem Filmproduzenten oft große künstlerische Spielräume zur Verfügung. Um die Vision eines besonderen Films besser vermitteln zu können, eignet sich ebenfalls ein Storyboard - und wenn es sich nur um wenige Bilder handelt. Gleiches gilt auch für ein Erklärvideo. Fällt es dem Kunden oder den Mitarbeitern schwer, das künstlerische Konzept zu verstehen, sollte man ein Storyboard zeichnen.

Gleichzeitig gilt: Je kleiner der Aufwand und das Budget für einen Film ausfällt, je weniger muss man sich mit einem Storyboard auseinandersetzen. Vor allem bei dokumentarischen Projekten, die sehr stark von Improvisation und gewissen Zufällen abhängig sind, macht das Zeichnen eines Storyboards keinen großen Sinn. Eine genau definierte Schwelle, ab wann sich ein Storyboard wirklich gar nicht mehr lohnt, kann allerdings nicht genannt werden. Dies ist vom Einzelfall abhängig und muss in Anbetracht aller Umstände vom Filmproduzenten individuell entschieden werden.

4 Tipps, worauf man beim Storyboard erstellen unbedingt achten sollte

Wenn du drauf und dran bist ein Storyboard zu zeichnen, aber noch nie eines gemacht hast, dann ist dieses Video genau der richtige Einstieg für dich:

Um einen Film zu produzieren, braucht man nicht zwingend ein Storyboard. Allerdings ist ein Storyboard äußerst hilfreich, um aus einem Film auch einen guten Film zu machen. Welche Gründe für ein Storyboard sprechen, haben wir bereits in einem anderen Blog Beitrag geschrieben.

Kurz zusammengefasst: Um ein Storyboard zu zeichnen, muss man kein fantastischer Künstler sein. Es ist auch egal, was für ein Werkzeug du dafür benutzt. Die Hauptsache ist, dass deine Vision des Films nachvollziehbar sichtbar wird. Ein Storyboard soll nämlich nicht nur dir helfen, sondern dem gesamten Team um dich herum.

Stell dir am besten im Vorfeld folgende 4 Fragen:

Welche Bildgröße soll ich verwenden?

Die Bildgröße in einem Storyboard sollte im besten Fall auch der Bildgröße des Films entsprechen. Vor allem in Bezug auf das Seitenverhältnis. Du drehst deinen Film im Breitbildformat? Dann sollte auch dein Storyboard das entsprechende Seitenverhältnis mitbringen (2,35:1). Du drehst im TV-üblichen 16:9-Format? Dann sollte auch dein Storyboard dieses Seitenverhältnis aufweisen.

Wo soll ich anfangen?

Am besten beginnst am Anfang der Story, mindestens aber am Anfang einer Szene innerhalb der Story. Irgendwo planlos mittendrin anzufangen, macht jedenfalls keinen Sinn. Du solltest immer einen konkreten Startpunkt einer Handlung für dein erstes Bild wählen. Hast du diesen gefunden, machst du dir als nächstes Gedanken über die Einstellung. Beginnt die Szene mit einer Totalen? Oder doch mit einer Nah? Wo soll sich das Motiv befinden? Bau dir dein Bild immer erst im Kopf zusammen, bevor du anfängst zu zeichnen. Das erspart dir eine Menge Zeit.

Habe ich Kamerabewegungen?

Viele Einstellungen arbeiten mit Kamerabewegungen. Ein Slide, ein Schwenk, oder ähnliches. Ein Standbild kann dies in der Regel nicht gut darstellen, deshalb solltest du mit mehreren Bildern und mit Pfeilen arbeiten. Das erste Bild zeigt die Ausgangsposition der Kamera. In diesem Bild sind auch die Richtungspfeile enthalten. Das zweite Bild zeigt die Endposition der Kamera und damit das abschließende Bild innerhalb der Einstellung.

Soll ein Text gesprochen werden?

Protagonisten sprechen Monologe und Dialoge, schreibe diese auf! Aber nicht nur, was der Schauspieler sagt, sollte zum Storyboard ergänzt werden. Auch jede andere wichtige Information, die das Bild besser beschreibt, sollte auch aufgeschrieben werden. Die oberste Regel bei einem Storyboard ist immer die Verständlichkeit der Handlung für Außenstehende! Schreibe deswegen alles hin, was nötig ist.

Diese kleinen Tipps sollten dir erstmal helfen, mit einem Storyboard zu starten. Im Laufe des Prozesses wirst du dann selber herausfinden, welche Technik und welcher Stil am besten zu dir und deinem Team passt.

Zusammenfassung

Ein Storyboard ist ein effektives Hilfsmittel, um einem Film den letzten Schliff zu geben und die entwickelten Ideen besser zu kommunizieren. Um ein solch leicht verständliches Storyboard zu zeichnen, braucht man außerdem kein großer Künstler zu sein, denn die Vermittlung der Idee ist einzig und allein entscheidend. Allerdings geht mit dem Anfertigen eines Storyboards auch eine Menge Arbeit einher, die mit Blick auf Budget und Aufwand, bei jedem einzelnen Filmprojekt sorgsam abgewogen werden sollte.

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