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Postproduktion Film | Berlin | München | Leipzig

Postproduktion für Filme in Berlin, München, Leipzig & Co. - Sky Replacement & Retusche für Audi A3 e-tron Werbespot

Sie sind auf der Suche nach einer exzellenten Agentur für Postproduktionen für Filme in Leipzig, Berlin, München oder anderen Regionen Deutschlands? Dann sind wir von Picmention Ihr optimaler Ansprechpartner, wenn es um hochwertige Auftragsarbeiten geht. Nachfolgend haben wir dieses Thema genauer für Sie aufgearbeitet. Für Fragen, Anregungen und Angebote können Sie uns gern jederzeit kontaktieren.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Postproduktion gehört die Schaffung einer makellosen Optik, die rein technisch beim Dreh nicht erreicht werden kann. Sei es das schlechte Wetter, Kratzer auf einem Produkt, unreine Haut oder eine überfüllte Autobahn.

In unserer neusten Arbeit haben wir die Postproduktion für die Schlussszene eines Werbefilms für das Audi Zentrum Dresden in Zusammenarbeit mit der SONS OF MOTION PICTURES GmbH übernommen.

Dabei gab es Footage aus der Luft, mit Hilfe einer DJI Phantom 3. Zu sehen der neue Audi A3 e-tron, welcher auf der Autobahn gen Horizont fährt. Leider war das Wetter an diesem Tag suboptimal. Der Himmel besteht aus einem grauen Schleier. Außerdem sind auf der Autobahn zu viele weitere Teilnehmer zu sehen. Als Zuschauer erkennt man also schlecht, welches dieser Fahrzeuge nun der neue Audi A3 e-tron ist.

Schritt 1

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Um dieses Problem in der Postproduktion zu beheben, wurde die Szene als erstes in die Software Syntheyes von Andersson Technologies exportiert. Mittels dieser Software ist es möglich, die reale Kamerafahrt zu digitalisieren. Das erlaubt uns, beliebige Dinge einzufügen oder zu entfernen. Dabei werden zahlreiche Kontrastpunkte im Video verfolgt und mittels aufwändiger Mathematik in die einzig mögliche Kamerabewegung umgerechnet. Dieser Schritt wird allgemein als „Motion Tracking“ bezeichnet und spielt stets eine zentrale Rolle beim weiteren Compositing im Rahmen der Postproduktion.

Schritt 2

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Im nächsten Schritt wurden über die Autobahn so genannte „Planes“ aufgespannt. In Kombination mit dem Motion Tracking kann die Software dann entsprechende Bildpunkte extrahieren, welche sich exakt auf diesen Flächen befinden. Vereinfacht gesagt erstellen wir aus der Perspektive eine Textur, welche der einer Satellitenaufnahme nicht unähnlich ist. Diese bewegt sich dank des Motion Trackings exakt mit der Autobahn aus dem Video mit. Um in diesem Schritt zusätzlich die Autos zu eliminieren, wurden sämtliche Fahrzeuge mit Garbage-Masken umrandet. Dadurch weiß die Software an welcher Stelle des Videos sie die Pixel extrahieren kann, ohne dass darauf Autos zu sehen sind. Da sich die Autos bewegen, werden nur Pixel der Autobahn verwendet, die nicht von einem Auto verdeckt werden.

Schritt 3

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Anschließend wird das Motion Tracking samt Kamera und Plane mit Textur zurück in Adobe After Effects reimportiert. Hier wurde die Plane zusätzlich mit weichen Rändern ersetzt, damit sie sich besser in die Umgebung einfügt. Das Stück Autobahn nahe dem Horizont wurde außerdem als Standbild exportiert und an die Bewegung des Motion Trackings gekoppelt. Mittels Photoshop wurden die Autos entfernt. Dieser Trick der Postproduktion funktioniert dabei nur, weil sich am Horizont die Perspektive fast nicht verändert und sich die Bewegung dabei auf eine zweidimensionale Bewegung reduzieren lässt. Nahe der Kamera funktioniert das freilich nicht.
Damit unser Audi A3 e-tron nun wieder den Weg zurück in die komplett leere Autobahn findet, wurde das Fahrzeug in der originalen Aufnahme mittels Rotoscoping maskiert und über die bereinigte Autobahn gelegt.

Schritt 4

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Im letzten Schritt wurde der graue Himmel am Horizont mit Hilfe eines Luminanz-Keys entfernt und leicht weich gezeichnet. Danach wurde ein passendes Panoramabild eingefügt, das sich durch das Motion Tracking exakt mit der Kamerabewegung mitbewegt. Im Anschluss fügten wir Optical Flares von Video Copilot ein, um noch einen künstlichen Sonnenschein zu generieren.

Schritt 5

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Zuletzt wurde die final komponierte Szene in Adobe Premiere Pro einem Color Grading (hier Infos in unserem Blogbeitrag - Juni 2017) unterzogen. Hierbei wurden Wald und Wiesen saftig grün gefärbt. Außerdem wurde die Autobahn selbst entsättigt und leicht aufgehellt, um den Fokus des Zuschauers darauf zu lenken. Zuletzt erhielt der Himmel noch etwas mehr Sättigung. Dank dieser kleinen Korrekturen im Farbbereich, erscheint die Szene nun freundlicher und frischer.

Anhand dieser Aufnahme sieht man, wie viele verschiedene Arbeitsschritte zum finalen Ergebnis geführt haben und wie viele verschiedene Tools dabei zum Zuge kamen. In der Postproduktion spielt es eine erhebliche Rolle über solche Workflows zu verfügen. So kann man nicht nur schnell schöne Landschaften zaubern, man spart sich auch die Komplettsperrung einer sechsspurigen Autobahn.

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So erschaffen wir die perfekte Illusion für einen schönen Spot.


 

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