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Filmmusik | Hintergrundmusik | Video | YouTube

Filmmusik & Hintergrundmusik für Videos & YouTube – Top7-Anbieter (kostenfrei & kostenpflichtig) im Test & Vergleich

Jeder gute Film braucht auch eine gute Filmmusik. Dieses Prinzip kennen wir nicht nur aus dem Kino sondern auch aus der Werbung. Schließlich ist es gerade die Filmmusik, welche dazu in der Lage ist, einen Film emotional spürbar aufzuladen oder aber eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen bzw. zu verstärken. Doch nicht jede Werbefilm- oder Imagefilm-Produktion kann sich einen Komponisten oder ein Orchester leisten, wie es die meisten großen Hollywood-Produktionen können.

Wie kommt man also an eine gute Filmmusik, ohne das eigene Budget zu sprengen?


Kostenlose & GEMA-freie Filmmusik

Ja, es gibt kostenlose Filmmusik, für die man wirklich keinen Cent ausgeben muss. Allerdings beschränkt sich dies bei fast allen Anbietern, wie beispielsweise Evermusic, auf private Anwendungszwecke (zB. für einen Film von der letzten Gartenfeier). Sobald man mit seiner Filmmusik also einen gewerblichen Zweck verfolgt, kostet auch die Gratis-Musik plötzlich Geld. Verständlich, oder?

Es gibt allerdings noch ganz wenige Anbieter, die ein paar Musikwerke selbst für gewerbliche Zwecke kostenlos zur Verfügung stellen, wie beispielsweise Musicfox. Eine Gegenleistung wird dennoch erwartet. Der Verwender hat nämlich den Rechteinhaber als Quellenangabe zu nennen. Der Sinn dahinter ist klar: Es handelt sich um Werbung.

Wer auf die Idee kommen sollte, ein Musikstück einfach so in seinen gewerblich genutzten Film zu verwenden, ohne den entsprechenden Rechteinhaber zu fragen und dafür zu entlohnen, riskiert eine teure Abmahnung, sowie Post von der Staatsanwaltschaft.

Man sollte sich also gleich mit dem Gedanken anfreunden, dass Filmmusik auch Geld kostet. Die Frage ist nur: Wieviel?


Kostenpflichtige Filmmusik

Je nachdem wie viel Geld man zur Verfügung hat, stehen einem 3 Wege offen, um an kostenpflichtige Filmmusik zu gelangen:

1. Der günstige Weg

Der mit Abstand kostengünstigste Weg läuft über Stock Music Libraries. Im Netz gibt es hierfür mehrere verschiedene Anbieter, mit unterschiedlichen Preisen und Qualitäten. Hier mal eine Liste meiner Top 5 Kandidaten, sortiert nach den Lizenzkosten:

I. Audiojungle: Unter allen Anbietern ist audiojungle die wahrscheinlich günstigste Alternative. Hier kostet jedes einzelne Musikwerk mit der Standard-Lizenz zwischen 10 und 20 Euro (Stand 11.2017).

Standard-Lizenz bedeutet in etwa, dass der Film für kommerzielle Zwecke im Netz oder im internen Firmenbereich genutzt werden darf, allerdings nicht für Kino- und TV-Ausstrahlung. Auch die monetäre Verbreitung auf YouTube, Facebook und Co. ist generell ausgeschlossen. Das gilt meistens nicht nur bei audiojungle, sondern auch bei vielen anderen Anbietern von Stock Music. Wenn der Film also im Fernsehen, im Kino oder als YouTube-PreRoll laufen soll, muss in der Regel ein erweitertes Lizenz-Paket erworben werden, das auch mehr Geld kostet. Die genauen Preise und Konditionen können beim jeweiligen Anbieter in Erfahrung gebracht werden.

Die Bibliothek von audiojungle ist sehr groß und bietet so ziemlich für jeden möglichen Film auch eine mögliche Musik. Doch der geringe Preis sorgt auch für eine geringere Qualität der meisten Musikstücke. So hat man zwar eine gigantische Auswahl von Werken, doch die meisten gehen über die Qualität einer sogenannten Fahrstuhlmusik nicht hinaus. Dieser Anbieter lohnt sich daher wirklich nur für absolute Low-Budget-Produktionen.

II. Shutterstock: Etwas teurer wird es bei Shutterstock. Bei diesem Anbieter kostet die Standard-Lizenz pro Musikstück rund 40 Euro (Stand 11.2017). Die angebotene Bibliothek ist zwar nicht sonderlich groß, dafür bietet sie eine etwas bessere Qualität. Besondere weitere Vorteile bietet Shutterstock im Vergleich zu den anderen Anbietern nicht, außer vielleicht mal ein Musikwerk, das nur dort zu finden ist.

III. Gettyimages: Ein sehr interessanter Anbieter ist gettyimages. Diese Plattform hat nämlich zwei verschiedene Bibliotheken zur Auswahl. Die erste Bibliothek nennt sich „Lizenzfreie Musik“ und bietet Musikstücke für 40 Euro an (Stand 11.2017). Das Besondere dabei: Alle Werke in dieser Liste dürfen für den genannten Preis auch für TV- und Kino-Ausstrahlung verwendet werden. Die Lizenz ist in dieser Hinsicht allumfassend und absolut unbeschränkt. Darüber hinaus ist die Auswahl wirklich riesig und von einer relativ guten Qualität.

Die zweite Bibliothek nennt sich „Lizenzpflichte Musik“. Man kann es sich schon denken: Die Werke sind teurer, aber besser. Und so ist es auch. Die meisten der gebotenen Musikwerke haben eine spürbar bessere Qualität. Die Lizenzkosten sind auf den ersten Blick allerdings nicht ersichtlich. Hat man sich für ein Stück entschieden, muss man erstmal den Rechteinhaber kontaktieren und nach seinem Honorar fragen. Das kann dann mal so und mal so ausfallen, je nachdem für welchen Zweck der Film mit der Musik verwendet wird.

IV. Premiumbeat: Ein weiterer Anbieter ist Premiumbeat. Bei Premiumbeat kosten die meisten Musikstücke in der Standard-Lizenz ca. 50 Euro (Stand 11.2017). Der höhere Preis schlägt sich auch auf die Qualität nieder. Man findet nämlich eine große Auswahl an durchaus hochwertigen Musikstücken. Ein wesentlicher Vorteil bei Premiumbeat ist, dass man von den meisten Werken die Loop Sets separat herunterladen kann. Dadurch ist es wesentlich einfacher, die Musik an den Film anzupassen.

V. Musicbed: Der letzte Anbieter in dieser Top-Liste nennt sich Musicbed. Wer hier Musik einkaufen will, muss schon etwas tiefer in die Geldbörse greifen. Die Lizenzkosten fangen bei rund 45 € für private Zwecke an und enden bei kommerziellen Zwecken bei über 1000 € und mehr (Stand 11.2017). Die Besonderheit bei Musicbed liegt darin, dass der Anbieter nicht nur in Standard- und Premium-Lizenz unterscheidet, sondern dass es praktisch für jeden Anwendungsbereich eine eigene Lizenz gibt. Non-Profit-Organisationen zahlen gar nichts, Filmstudenten müssen für ihre Festival-Kurzfilme auch nicht allzu sehr in den Geldbeutel greifen und TV-Produktionen werden dafür richtig zur Kasse gebeten. Musicbed ist also wirklich sehr darauf bedacht, dass es fair zugeht und die Künstler angemessen entlohnt werden. Das kommt den Musikern freilich zu Gute, dem Endkunden kostet es aber eben mehr Geld. Als Gegenleistung erhält man dafür eine große Auswahl an hervorragenden Musikwerken. Egal ob Soul, Indie, klassische oder experimentelle Stücke, hier werden künstlerisch sehr hochwertige Arbeiten von talentierten Musikern angeboten.

Es gibt noch einige weitere Anbieter von Stock Music, allerdings sind dies die fünf bekanntesten Vertreter. Und trotz unterschiedlicher Qualitäten und Preise, haben sie doch alle eines gemeinsam: die Musik ist nicht exklusiv und individuell auf den Film abgestimmt. Das heißt, der große Nachteil liegt zum einen darin, dass die Musik auch von einem anderen Filmproduzenten verwendet werden könnte. Und zum anderen ist es schwierig die Musik auf die Spielzeit und die Eigenheit des Films haargenau anzupassen. Nicht selten muss sich also der Film, insbesondere was den Schnitt betrifft, an die Musik anpassen und nicht andersherum.

Eine letzte positive Gemeinsamkeit gibt es noch: Die angebotene Musik aller genannten Anbieter ist in der Regel GEMA-frei. Es entstehen also nur einmalige Kosten für den Produzenten bzw. Auftraggeber.


2. Der teure Weg

Das genaue Gegenteil zu den vorangegangenen Beispielen bildet der Komponist und der Musiker mit seinem Instrument. Bei dieser Variante beauftragt man einen professionellen Filmkomponisten der Note für Note eigens für den Film eine individuelle und einzigartige Musik komponiert. Je nachdem welcher Stilistik man sich bedient, werden auch Musiker mit ihren Instrumenten hinzugezogen. Wie beispielsweise ein Pianist, eine Sängerin, oder ein kleines Streicherquartett. Man kann natürlich auch ein ganzes Orchester beauftragen, wie man es zB. von Hans Zimmer kennt. Allerdings profitieren nur die allerwenigsten Werbefilme von einer solch hochwertigen Produktion. Der Grund hierfür hängt logischerweise mit dem Preis zusammen. Mit einem sechsstelligen Betrag darf man nämlich, je nach Bekanntheitsgrads des Musikers oder Komponisten, bei einer TV-Produktion durchaus rechnen – und sei es nur eine 30-Sekunden-Jingle.

Und das ist noch nicht alles. Hinzu kommen meistens noch laufende Kosten für die GEMA und das Nutzungsrecht ist nicht selten auf einen bestimmten Zeitraum limitiert (zB. ein Jahr). Läuft das Nutzungsrecht ab, muss man es wieder neu erwerben. Die genauen Kondition variieren aber von Komponist zu Komponist. Eine einheitliche Preistabelle gibt es nicht.


3. Der mittlere Weg

Zwischen billig und teuer gibt es wie üblich noch eine Variante, die zwischen den beiden Polen liegt. Diese verspricht sowohl einen individuellen Sound, als auch einen vertretbaren Kostenrahmen. Die Rede ist von einem Sounddesigner bzw. Komponisten, der ausschließlich mit digitalen Sounds und vordefinierten Loop Sets arbeitet. Mithilfe einer riesigen Sammlung aus bereits vordefinierten Melodien, Gesangsstücken oder sonstigen Sounds und Tönen, kann der Komponist in relativ kurzer Zeit eine passende Filmmusik produzieren. Dadurch, dass die Kreation ausschließlich am Computer stattfindet und der Sounddesigner nicht allzu viel Zeit aufwenden muss, ergeben sich überschaubare Kosten in Höhe von durchschnittlich 800 bis 2500 Euro. Bei TV- und Kino-Produktionen könnte das Honorar noch höher ausfallen. Allerdings wird man nie das Preis-Niveau von Hans Zimmer tangieren ;)

Bezüglich der Nutzungsrechte und GEMA-Gebühren kommt es, wie bei 2., auf den jeweiligen Sound-Designer an, wie dieser seine Konditionen gestaltet.


Und das waren sie, die drei Wege, wie man an eine Filmmusik gelangt. Für eine anspruchsvolle Filmproduktion dürfte der letztgenannte Weg, der durchaus sinnvollste sein. Auf der einen Seite, erhält man einen individuellen Sound. Auf der anderen Seite, bleibt der finanzielle Aufwand im Rahmen.

Sollten auch Sie Interesse an einer individuellen, GEMA-frien und bezahlbaren Musikkomposition haben, dann stehen wir von Picmention Ihnen mit unseren Sound-Designern gerne zur Verfügung.

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